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	<description>Gesunde Ernährung in Abhängigkeit von der Blutgruppe</description>
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		<title>Blutgruppendiät</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 12:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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<p>Im Jahr 1996 veröffentlichte der amerikanische Naturheilpraktiker Peter  J. D’Adamo das Modell seiner Blutgruppendiät. Bei seiner Theorie geht es  nicht in erster Linie ums Abnehmen, sondern um ein Konzept für eine  dauerhafte gesunde Ernährung in Abhängigkeit von der Blutgruppe des  jeweiligen Menschen. Je nach Blutgruppe werden bestimmte Nahrungsmittel  als gesundheitlich günstig und andere als schädlich betrachtet. Mit der  Nichtbeachtung dieser Ernährungsregeln erklärt er die Entstehung  verschiedener Krankheiten von Magengeschwüren über Diabetes bis hin zu  Krebs und verspricht Besserung oder gar Genesung durch eine  entsprechende Ernährungsumstellung. In den USA gewann D’Adamo schnell  eine große Anhängerschaft für sein Ernährungsmodell. Erheblich zu seinem  Erfolg beigetragen haben dürfte die Tatsache, dass er seine Theorie für  den Laien einleuchtend darlegte, dabei aber gleichzeitig den Anschein  einer wissenschaftlichen Fundierung wahrte.</p>
<p>Bereits im Jahr 1997 gelangten erste Übersetzungen dieses Konzepts nach  Deutschland. Einen richtigen Boom erlebte die Blutgruppendiät  hierzulande aber erst durch mehrere Buchveröffentlichungen ab dem Jahr  2000, in denen zunehmend die Möglichkeit betont wurde, durch diese Art  der Ernährung das persönliche Idealgewicht zu erreichen.</p>
<h2>Das Konzept der Blutgruppendiät</h2>
<p>Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkannten die Mediziner, dass sich die  roten Blutkörperchen im menschlichen Blut durch bestimmte Proteine an  ihrer Oberfläche unterscheiden, welche als Antigene fungieren. Gegen  alle fremden, den eigenen roten Blutkörperchen fehlenden Antigene bildet  der Körper Antikörper, die sich an die Antigene binden, wodurch das  Blut verklumpt. An diesem Vorgang scheiterten vor der Entdeckung der  Blutgruppen Bluttransfusionen.</p>
<p>Das wichtigste Blutgruppensystem ist das AB0-System, in dem nach dem  Vorhandensein der beiden Antigen-Typen A und B auf den roten  Blutkörperchen unterschieden wird, welche entweder beide fehlen  (Blutgruppe 0) oder einzeln (Blutgruppen A oder B) oder gemeinsam  (Blutgruppe AB) vorhanden sein können.</p>
<p>Bestimmte Proteine, die in beinahe jedem Nahrungsmittel vorkommen, die  sogenannten Lektine, sollen nun ins Blut gelangen und dort auf ähnliche  Weise an die Antigene des Blutgruppensystems andocken und dadurch  ebenfalls zu einer Verklumpung des Blutes führen. Die Vermeidung der  schädlichen Lektine gemäß der Blutgruppendiät könne dies zuverlässig  verhindern, was gleichzeitig vorbeugend gegen die Entstehung einer  Vielzahl von Krankheiten wirken soll.</p>
<h2>Die Blutgruppen und ihre jeweiligen Ernährungsempfehlungen</h2>
<p>Die Empfehlungen für eine gesunde Ernährung richten sich bei der Blutgruppendiät nach den Blutgruppen 0, A, B und AB.</p>
<h3>Blutgruppe 0:</h3>
<p>Laut D’Adamo hatten die steinzeitlichen Jäger und Sammler vor 40.000  Jahren die Blutgruppe 0. Dementsprechend kommen auch heutige Menschen  mit dieser Blutgruppe problemlos mit Fleisch als wesentlicher  Nahrungsgrundlage zurecht. Empfohlen wird außerdem Fisch, Gemüse (mit  Ausnahme von Hülsenfrüchten und Kartoffeln) sowie Obst, während Milch  und Weizen gemieden werden solle. Da sich die frühen Menschen auf der  Jagd zwangsläufig viel bewegen mussten, empfiehlt er dieser Gruppe  ausdrücklich die intensive Ausübung anstrengender Sportarten.</p>
<h3>Blutgruppe A:</h3>
<p>Als nächstes entstand laut D’Adamo vor etwa 15.000 bis 20.000 Jahren die  Blutgruppe A, als die ersten Menschen sesshaft wurden und begannen,  Ackerbau zu betreiben, was zu einer wesentlichen Veränderung der  Ernährungsgewohnheiten führte. Vegetarische Kost sei daher für Menschen  mit Blutgruppe A auch heute noch besonders empfehlenswert, Fleisch  sollten sie dagegen meiden und Fisch nur in geringen Mengen zu sich  nehmen. Während die meisten Hülsenfrüchte für diese Gruppe problemlos zu  genießen seien, sollten sie auf Milch und die meisten Milchprodukte  verzichten.</p>
<h3>Blutgruppe B:</h3>
<p>Blutgruppe B soll gemäß D’Adamo vor etwa 10.000 bis 15.000 Jahren unter  den Viehhirten in der Himalayaregion entstanden sein. Entsprechend der  gemischten Ernährungsweise dieser Vorbilder sollen Menschen mit dieser  Blutgruppe auch heute noch besonders viele unterschiedliche Lebensmittel  gut vertragen. Insbesondere sind sie die einzigen, denen er auch den  Verzehr von Milch und Milchprodukten ausdrücklich anrät. Fleisch (mit  Ausnahme von Geflügel), Gemüse (mit Ausnahme der meisten Hülsenfrüchte)  und Obst gehören für sie ebenfalls zu den empfohlenen Lebensmitteln,  während alles Getreide (nicht nur Weizen) ihnen schaden soll.</p>
<h3>Blutgruppe AB:</h3>
<p>Die Entstehung der Blutgruppe AB datiert D’Adamo erst auf die Zeit vor  etwa 1000 Jahren, als es zur Vermischung zwischen mongolischen  Viehhirten und Ackerbaukulturen kam, unter deren Nachkommenschaft die  Antigene der beiden ursprünglichen Blutgruppen A und B auch in  Kombination vorkommen konnten. Diesem Typus empfiehlt er eine  überwiegende Ernährung mit viel Obst und Gemüse, aber auch in Maßen  Fleisch. Bei den Hülsenfrüchten kommen förderliche und schädliche Arten  gleichermaßen vor. Von Milch, Milchprodukten und Weizen rät er dieser  Gruppe ebenfalls ab.</p>
<h2>Die Blutgruppendiät in der wissenschaftlichen Kritik</h2>
<p>Ernährungswissenschaftler kritisieren an der Blutgruppendiät vor allem,  dass sie je nach Blutgruppe auf unterschiedliche Weise einseitig ist. So  enthalten beispielsweise die empfohlenen Nahrungsmittel für die  Blutgruppe 0 zu wenige Ballaststoffe und Kohlenhydrate. Spezifische  Nahrungsergänzungsmittel für jede der Blutgruppen zum Ausgleich der  einseitigen Ernährung, die Peter J. D’Adamo seinen Anhängern zu  stattlichen Preisen anbietet, erhöhen seine Glaubwürdigkeit dabei auch  nicht unbedingt.</p>
<p>Vieles von dem, was D’Adamo in seinen Publikationen als  wissenschaftliche Fakten darstellt, entbehrt bis heute echter Beweise.  Besonders kritisch sehen dabei Mediziner die häufig angeführten  „Erfolgsstorys“ von Patienten mit unterschiedlichen Krankheiten, die  ihre Ernährung gemäß der Blutgruppendiät umgestellt haben und dadurch  eine Heilung oder wesentliche Besserung erzielt haben sollen. Diese  Erfolge konnten durch unabhängige Dritte bislang nicht bestätigt werden,  entsprechende wissenschaftliche Studien liegen ebenfalls nicht vor.</p>
<p>Die wissenschaftliche Kritik geht jedoch noch wesentlich tiefer. So gibt  es bislang keine schlüssigen Erkenntnisse darüber, wo und wann sich die  einzelnen Blutgruppen entwickelt haben. Knochenfunde früher Menschen  erlauben nur in seltenen Einzelfällen die Bestimmung der Blutgruppe, so  dass daraus keinerlei allgemeingültige Aussagen abgeleitet werden  können. Die Ansicht, dass Blutgruppe 0 die ursprüngliche Blutgruppe ist,  mag dem Laien zwar unmittelbar einleuchtend erscheinen, der aktuelle  Stand der Wissenschaft deutet jedoch eher darauf hin, dass die frühen  Jäger und Sammler der Blutgruppe A angehörten. Auch Beobachtungen im  Tierreich lassen darauf schließen, dass die Blutgruppe 0 sich erst spät  entwickelt haben könnte. So gibt es beispielsweise bei Katzen die  Blutgruppen A und B, in seltenen Fällen auch AB, während Blutgruppe 0  nicht vorkommt.</p>
<p>Ebenso wenig scheint die Aussage, dass Lektine aus der Nahrung das Blut  verklumpen könnten, wissenschaftlich haltbar zu sein. Nur für wenige  Lektine aus Nahrungsmitteln konnte bislang überhaupt ein Übergang ins  Blut nachgewiesen werden. Dazu gehören beispielsweise Lektine aus  Tomaten, Erdnüssen und Weizenkeimen, doch die Menge, welche ins Blut  gelangt, ist minimal. Die meisten Lektine werden zudem bei Erhitzung  inaktiviert, darunter auch das Bohnenlektin, welches in rohem Zustand  tatsächlich gefährlich ist.</p>
<p>Würden Lektine das Blut im menschlichen Körper verklumpen, wäre das ein  gravierender Vorgang, der ab einem bestimmten Punkt unweigerlich zum Tod  führen müsste (in gleicher Weise wie das bei einer Bluttransfusion mit  einer unkompatiblen Blutkonserve geschieht). Selbst eine geringfügige  Verklumpung, die nicht zum Tod führt, müsste jedoch pathologisch  nachweisbar sein. Auch die körperlichen Schädigungen dieses Vorgangs,  die D’Adamo als Auslöser vieler Krankheiten anführt, müssten in  Gewebeproben erkennbar sein. Solche Spuren einer angeblichen Verklumpung  durch Lektine wurden jedoch bis heute nirgendwo beschrieben.</p>
<p>Zwar kann bewiesen werden, dass im Reagenzglas einige Lektine aus  Nahrungsmitteln tatsächlich das Blut bestimmter Blutgruppen verklumpen,  viele andere dagegen, welche D’Adamo Menschen einiger Blutgruppen zum  Verzehr empfiehlt, anderen jedoch verbietet, verklumpen das Blut im  Reagenzglas unabhängig von der Blutgruppe (darunter die von Tomaten).  Die Zuordnung vieler Nahrungsmittel zu den förderlichen oder schädlichen  Lebensmitteln der jeweiligen Blutgruppen scheint in diesem Zusammenhang  nach Ansicht einiger Fachleute auf schlichte Verwechslungen oder  Missverständnisse zurückzuführen zu sein.</p>
<p>Im menschlichen Körper werden sogar selbst Lektine gebildet, von denen  im Reagenzglas einige mit allen, andere mit bestimmten Antigenen der  roten Blutkörperchen verklumpen. Dennoch scheinen diese körpereigenen  Lektine keinerlei schädlichen Auswirkungen auf den Menschen zu haben.</p>
<h2>Der Nutzen der Blutgruppendiät</h2>
<p>Bei aller Kritik, oftmals sogar Häme, mit der die Blutgruppendiät von  Seiten der Medizin aufgrund der nachweislichen Fehlinterpretationen und  bedacht wird der mangelnden Beweise für die theoretischen Grundlagen,  betonen einige aufgeschlossene Ernährungswissenschaftler auch positive  Seiten.</p>
<p>So fördert die Beschäftigung mit der Blutgruppendiät, anders als bspw. <a href="http://diaetpillen.org/">Diätpillen</a>, ein geschärftes  Bewusstsein für Ernährungsfragen. Häufig werden dadurch individuelle  Lebensmittelunverträglichkeiten erkannt, selbst wenn sie nicht mit denen  übereinstimmen, welche gemäß der Blutgruppendiät auftreten müssten.</p>
<p>Die Blutgruppendiät verbietet den meisten Menschen den Verzehr von  Weizen und Milch. Diese Lebensmittel lösen tatsächlich besonders oft  Unverträglichkeiten aus (auch wenn diese nicht auf einer Verklumpung des  Bluts beruhen), was erklären könnte, warum sich viele Anhänger der Diät  damit besser fühlen. Weitere Infos zu <a href="http://www.blitzdiaet.net/">Blitzdiäten</a>.</p>
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